
Burg Metternich
Ihr Bergfried hat fünf Ecken, misst etwa 25 Meter und ist wohl ein Bau des 12. Jahrhunderts. Als Ganerbenburg gehörte die Anlage lange verschiedenen Zweigen der Winneburger gemeinsam, ehe Metternich sie übernahm. Soldaten Ludwigs XIV. legten sie am 2. Februar 1689 in Schutt und Asche; auch Cochems Reichsburg ging 1689 unter. Besitzer ist heute Familie Herzer, die unten das Hotel Burgfrieden führt. Steig auf den Turm und setz dich danach auf die teils überdachte Terrasse – es gibt Kaffee, Kuchen, Kleinigkeiten und Moselwein.
- Saison 20262.4.–31.10., Di–So 10–18 Uhr, Einlass bis 17:30
- Eintritt3 € · ermäßigt 2,50 € · Kinder 7–16: 1 €
- Küchevon etwa halb zwölf bis 17 Uhr
- Achtungmontags geschlossen
Klostertreppe und Karmeliterkirche St. Josef
Die steile Treppengasse hinauf zur Barockkirche ist das meistfotografierte Motiv des Ortes. Unbeschuhte Karmeliten kamen in den 1630er-Jahren, 1691 begann der Kirchenbau. Pilger kommen wegen der Schwarzen Madonna; so erzählt man, kam die Figur 1620 mit spanischen Soldaten nach Beilstein. Gelegentlich finden in der Kirche Konzerte statt.
- Tippmorgens, bevor die Schiffe anlegen
Marktplatz mit Zehnthaus
Der kleine Platz in der Mitte ist das Wohnzimmer Beilsteins. Abgaben in Naturalien landeten früher im Zehnthaus der Metternichs, datiert auf 1574; in seinem Gewölbekeller wird heute Wein probiert. Ringsum Weinstuben und Cafés mit Tischen draußen.
- Im KellerWeinproben im Zehnthauskeller
Ehemalige Synagoge
1925 verkaufte die Gemeinde das Bethaus in der Weingasse, danach stand darin lange Heu und Gerät. Seit der Restaurierung ab 1990 ist es Galerie und Ausstellungsraum. Schau nach oben: Über dem Eingang sitzt ein steinerner Reichsadler mit Davidstern.
Jüdischer Friedhof
Er liegt auf dem Südgrat des Burgbergs, noch oberhalb der Ruine, und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Etwa 110 Steine sind erhalten, die ältesten um 1818, die jüngsten von 1938. In der NS-Zeit geschändet, wurden die Steine nach 1945 wieder aufgerichtet – nicht immer am alten Platz. Ein geschütztes Kulturdenkmal und ein stiller Ort.
- Bitterespektvoll verhalten